Folge 71: "Todesangst" [24.11.2004]

Es ist ein schöner Morgen, als Rettungsassistent Paul sein Erbe antritt. Schwiegervater Hinnerk übergibt ihm und seiner Frau Evi die Besitzurkunden für sein Haus. Zu Lebzeiten sei es besser, man wisse ja nie was passiert. Überaus glücklich nimmt sich die ganze Familie vor, am Abend zu feiern und auf ein langes Leben für Hinnerk anzustoßen.

Währenddessen findet Sabine im Aufenthaltsraum des Rettungszentrums einen Brief an Blank. In der darin enthaltenen Dienstvorschrift wird auf das Verbot "sexueller Betätigung in militärischen Liegenschaften“ hingewiesen. Die Anspielung ist anonym und die Sache klar: Jemand will Blank übel mitspielen und ihm eine Liebschaft mit Sabine unterstellen.

Auf dem Weg zum Rettungszentrum wird Paul in einen Verkehrsunfall verwickelt. Mit brutaler Kraft wird er aus dem Sitz gerissen, als ein anderes Auto ungebremst auffährt. Pauls Wagen hat einen Totalschaden, er selbst nur eine kleine Platzwunde an der Stirn. Der Unfallverursacher ist schwer verletzt. Als der Rettungswagen eintrifft, lehnt Paul eine Untersuchung ab. Der Dienst ruft und er ist spät dran. Er verspricht, sich von "seiner“ Notärztin untersuchen zu lassen.

Kaum ist Paul im Rettungszentrum eingetroffen, ruft der erste Einsatzbefehl. Eine lebenswichtige Überführung eines Herzpatienten ins UKE. Sabine will Paul vorher noch schnell untersuchen. Er winkt ab, es geht ihm gut!

Auf dem Rückflug vom UKE bricht Paul bewusstlos zusammen. In höchster Eile wird er ins Bundeswehrkrankenhaus geflogen. Die Röntgenaufnahmen bestätigen die Befürchtungen von Sabine und Prof. Dr. Köhnke. Die Spitze des zweiten Halswirbels ist abgebrochen und es besteht die Gefahr, dass sich diese ins Rückenmark, in die Medulla, bohrt. Da Paul nicht transportfähig ist, muss er im Bundeswehrkrankenhaus operiert werden. Pauls Frau Evi erklärt man, dass ihr Mann bei dem riskanten Eingriff querschnittsgelähmt bleiben kann. Hauptsache, er lebt! Unter Hochdruck wird der Spezialist gesucht, der die komplizierte Operation durchführen kann: Prof. Dechamp. Wollcke und Blank fliegen nach Kiel und holen den Professor aus einer Vorlesung.

Währenddessen kümmert sich Sabine um Pauls Frau Evi. Die Operation dauert lange und die Nerven sind bis aus Äußerste gespannt.

Endlich - nach fünf Stunden bangen Wartens - kommen die Ärzte erschöpft aus dem OP. Evi, die Kinder Pit und Pat, Wollcke, Sabine, und Blank sind voller Hoffnung. Doch die Ärzte haben den Kampf um das Leben von Paul verloren. Ein Schock für das gesamte Team.

Der SAR bleibt für den Rest des Tages abgemeldet.