Folge 75: "Leben ohne Lügen" [22.12.2004]

Während eines Einsatzes trifft Blank auf alte Bekannte. Der Fluglehrer Tim ist frustriert von seinem Job und hat sich mal wieder einen Joint reingezogen. Mit seiner Frau Karin träumt er von einem Aussteigerleben auf Teneriffa, als er die Gewalt über sein Auto verliert. Der Wagen überschlägt sich. Tim selbst kommt ohne Schaden davon, aber Karin ist schwer verletzt. Trotzdem behauptet Tim, seine Frau sei gefahren. Blank, der einst mit Tim befreundet und in Karin verliebt war, ahnt die Lüge. Doch erst mal gilt es, Karin auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus zu bringen.

Kaum ist der SAR 71 gelandet, wird Sabine abberufen. Es ist soweit für die Rückmarkspende. Der Allgemeinzustand ihres Vaters hat sich so verschlechtert, dass am nächsten Morgen operiert werden muss.

Abends besucht Blank Sabine auf Station und erzählt ihr von seiner Vermutung bezüglich Tims Falschaussage. Aus Liebe zu Tim wird Karin sicherlich auch diesmal wieder seinen Leichtsinn decken. Blank ist ratlos, weil er die ehemaligen Freunde nicht bei der Polizei verpfeifen will.

Am nächsten Morgen erscheint kein anderer als Oberstarzt Kettwig in der Fliegerkombi. Er wird Sabine vertreten. Und schon geht’s ab zum ersten Einsatz! Der fünfjährige Nico ist beim Voltigieren vom Pferd gestürzt. Es sieht schlimmer aus als es ist. Kettwig stellt nur leichte Verletzungen fest, aber zwecks pädagogischer Maßnahme erlaubt er ausnahmsweise, den Jungen zu fliegen.

Zurück im Rettungszentrum besucht Blank Karin. Er will sie überzeugen, Tim nicht wieder zu decken. Nur so wird er lernen, endlich Verantwortung zu übernehmen! Und die braucht er als Pilot und Fluglehrer! Karin weiß, dass Blank es gut meint.

Einsatz! Die schwangere Tanzlehrerin Vera hat frühzeitig heftige Wehen bekommen. Ein Arzt muss so schnell wie möglich vor Ort sein. Kettwig begleitet Vera im Rettungswagen und wird so zum Geburtshelfer eines kleinen Mädchens, während im Bundeswehrkrankenhaus Sabines Vater stirbt. Sabine und ihr Bruder Charly können sich nur noch mit seinen Briefen trösten, die ihr Vater über die Jahre seiner Abwesenheit zwar an seine Kinder geschrieben, aber nie abgeschickt hat.