Folge 64: "Frischer Wind im Rettungszentrum" [29.09.2004]

Die Ärztin Sabine Petersen, die seit der Trennung von ihrem langjährigen Freund vorübergehend wieder "bei Mama“ wohnte, ist ins Rettungszentrum eingezogen - sozusagen auf der Flucht vor der Fürsorge ihrer Mutter. Blanks Vorstellung vom kargen Kasernenleben wird da gehörig aufgemischt. Sabine hat ihr Zimmer richtig wohnlich eingerichtet. Pflanzen, gemütliche Möbel, Bilder - und die auch im gemeinsamen Aufenthaltsraum! Zu allem Überfluss ist auch noch die Damendusche kaputt und Blank muss sich seine mit der Ärztin teilen. Bis zum ersten Krach ist es nur eine Frage der Zeit ...

Doch sobald der Alarm losgeht, ist jeder Unmut vergessen. Wie immer zählt jede Sekunde und jeder Handgriff. Tom, der mit seinem Internetschwarm Nadja eine nächtliche Sause durch Hamburg gemacht hat, ist von dem Turm eines russischen U-Boots im Hamburger Hafen gestürzt. Die beiden hatten sich gerade erst persönlich kennen gelernt. Toms virtuelle Briefe haben aber mehr versprochen als seine "leibhaftige Erscheinung“. Um bei Nadja doch noch zu landen, wollte Tom die Kapitänsmütze aus dem U-Boot stibitzen.

Das Stahldeck, auf dem Tom aufgeschlagen ist, ist witterungsbedingt sehr glatt. Luke und Gänge im U-Boot sind zu eng, um Tom zu bergen. Wieder gibt es einen luftigen Winscheinsatz für die Crew. Tom wird ins Bundeswehrkrankenhaus gebracht und der Kapitän des U-Boots schenkt Nadja seine Mütze. Nicht nur, dass Tom mit einem Beinbruch davon gekommen ist, er scheint berechtigte Hoffnung zu haben, dass er Nadja doch noch erobern kann.

Beim nächsten Einsatz der Rettungsflieger geht es um Leben und Tod. Der kleine Oliver erleidet einen Stromschlag in der Badewanne. Gerade noch früh genug kann der Hubschrauber landen und Sabine die lebenserhaltenden Maßnahmen anwenden. Das Kind wird auf dem schnellsten Weg ins Krankenhaus geflogen.

Zurück im Rettungszentrum hat Sabines Mutter den Aufenthaltsraum der Crew mit wuchtigen Zimmerpflanzen begrünt. Duftkerzen "Vanille“ geben Blank den Rest. Er poltert los und will Sabine in ihre gestalterischen Grenzen weisen. Erst ein klärendes Gespräch eröffnet ihm, dass die Gemeinschaftsräume dem Gestaltungswillen von Sabines Mutter, Homann und Wollcke ausgesetzt waren. Der genervte Blank wird ganz sanft und schüttet Sabine in vertrauter Zweisamkeit sein Herz aus ...