"Sie
spielen hier jetzt das zweite Mal. Welche Rolle war für Sie besser
- der Apanatschka oder der Butler?"
KÖNIG: "Letztes Jahr, der Apanatschka, lag mir mehr. Die Halbblutrolle
war leichter zu spielen, es war viel Action. Jetzt, in diesem Jahr, ist
die Rolle auch schön, aber es ist schwieriger, so eine gemeine Aggresivität
rüberzubringen. Und so war die Rolle letztes Jahr, glaube ich, ein
bisschen dankbarer. Aber dieses Jahr macht es genauso viel Spaß
wie im letzten."
"Welchen Rollentyp spielen Sie am liebsten?"
KÖNIG: "Alle. Es gibt keine, die ich nicht spielen würde."
"Kann diese Rolle als Butler auf das Privatleben des Schauspielers
eine Wirkung haben?"
KÖNIG: "Nein. Ich bin ein ganz ruhiger, lustiger, aber zurückhaltender
Mensch. Ich bin ein Denkertyp und distanziere mich von Aggresivität."
"Wie arbeitet man hier in Bad Segeberg? Wie gefällt Ihnen das
Team?"
KÖNIG: "Sehr gut. Es gefällt mir sehr gut. Die Leute hinter
der Bühne sind ein tolles Team. Und witzige Leute, es bringt viel
Spaß."
"Welcher Partner ist hier für Sie der Beste?"
KÖNIG: "Am liebsten spiele ich hier mit Joshy Peters zusammen.
Auch schon letztes Jahr. Wir sidn ein gutes Gespann, das sich hier noch
weiter etablieren wird."
"Zu Ihrer Arbeit gehören auch verschiedene gefährliche
Szenen. Haben Sie keine Angst?"
KÖNIG: "Nein. Habe ich nicht."
"Wo haben Sie so gut reiten gelernt?"
KÖNIG: "Als Jürgen Lederer mich letztes Jahr für die
Rolle des Apanatschka engagiert hat, hat er mich gefragt, ob ich reiten
könnte. Und da ich unbedingt spielen wollte, habe ich gesagt: 'Klar.
Natürlich kann ich reiten. Ich bin auf dem Pferd geboren.' Ich saß
bis dahin noch nie auf einem Pferd. Noch nie. Ich habe den Vertrag unterschrieben
und dann bin ich zu einer guten Freundin [Anm. das war Stephanie Kindermann,
1994 die Maria in Segeberg] gegangen, wir haben ein Pferd geliehen
und sie hat es mir beigebracht. Während der Proben konnte ich bei
Wilfried Zander auch noch Unterricht nehmen. Dann klappte es."
"Einmal habe ich im Publikum gehört, dass Sie immer ernst
sind und nicht lachen können. Wie ist das mit Ihrem Sinn für
Humor?"
KÖNIG: "Ich kann. Ich lache eigentlich sehr, sehr viel. Und
ich mach' gern Witze. In der Rolle habe ich ein hämisches, gemeines
Lachen. Aber normal bin ich ein lustiger Mensch, so ist es. Ich bin auch
ein sarkastischer Mensch, Ironie und Sarkasmus, das gefällt mir sehr."
"Stören Sie nicht Fotografen und die Leute mit Videokameras?"
KÖNIG: "Nein, sie stören mich nicht."
"Was ist Ihr Hobby?"
KÖNIG: "Ich habe keine Hobbys. Mein Beruf ist mein Hobby."
"Was planen Sie für die Zeit nach der Saison. Und für
die nächste Saison?"
KÖNIG: "Wenn ich ein Angebot kriege und die Rolle stimmt, bin
ich relativ flexibel. Und nach der Saison gehe ich mit Joshy peters und
noch einem Kollegen aus Berlin nach Bremen ins Packhaustheater. Das ist
eine kleine Studiobühne, da passen 150 Leute rein - winzig, aber
süß. Und da spielen wir eine deutsche Komödie. [Anm.
Gemeint war natürlich das ,Buttebrot']"
"Wenn Sie drei Wünsche frei hätten, was würden Sie
sich wünschen?"
KÖNIG: "Oh Gott. Gesundheit, viel Spaß im Leben und ...
weiß ich nicht ... Aufregeung, Abenteuer." |