"Männerhort" |
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Bilder vom Stück:
© Reinhard Büsing, Bremen (DANKE) |
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| Dosenbier statt Shoppingtour Premiere von "Männerhort" im Packhaustheater im Schnoor begeisterte auch "echte Kerle" Vier Kerle im "Männerhort": Die Komödie ist bis zum 22. April täglich im Packhaustheater zu sehen. Von Ilka Langkowski BREMEN Was verbindet einen Piloten, einen Banker, einen Computerfachmann und ein Brandschutzangestellten? Das Leid mit den Frauen. Sechsstündige Shoppingtouren bringen gestandene Männer an den Rand der Erschöpfung und schweißen das starke Geschlecht zusammen. "Und immer wenn du denkst, du hast es geschafft, dann ist ein Schuhgeschäft in der Nähe", klagt Errol im Heizungskeller eines Einkaufscenters. Der "Männerhort" - so lautet auch der Titel der neuen Komödie im Packhaustheater - von Helmut (Stefan Schneider), Eroll (Joshy Peters) und Lars-Rudolph (Nicolas König) wird von Brandschutzfachmann Mario (Gregor Eckert) entdeckt. |
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Doch auch er sieht schnell den Vorteil des geheimen Männerraums und schließt sich den Shopping-Schwänzern an. Bei Bier, Fußball und echten Männergesprächen werden die schönsten Geschlechter-Klischees bedient. Vertraute Wahrheiten und liebenswerte Schwächen werden gnadenlos auf die Schippe genommen. Es wird geprahlt, gewetteifert und gekumpelt. Das Unglück nimmt seinen Lauf, als die vier Männer versuchen, den wöchentlichen Einkaufsmarathon sportlich zu sehen. Frauen sind nun einmal "unberechenbar". Sieger Helmut ist zwar als Erster im Ziel, aber längst nicht auch der glückliche Gewinner. Auch seine Freunde haben von ihren Frauen die Rote Karte bekommen. Die neue Situation mischt das Keller-Quartett kräftig auf und verlangt nach neuen Lösungsstrategien. Es geht ans Eingemachte und jeder muss aus seiner Haut. Frauenheld Lars-Rudolph greift ins Repertoire seiner Manager-Seminare, Ober-Macho Mario unterzieht sich quälender Sprachübungen und "Weichei" Eroll muss die Faust ballen. Am Ende kommt alles anders. Und die Männerfreundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Doch selbst, wenn die Kerle ihre Schwächen nicht mehr verbergen können, muss der Zuschauer nicht fürchten, dass die Boulevard-Komödie tiefsinnig oder gar schwermütig werden könnte. Im Gegenteil, Rasanz und immer neue Verstrickungen machten den Premierenabend im ausverkauften Saal des Packhaustheaters im Schnoor zu einer kurzweiligen Angelegenheit. Das Publikum dankte dem Ensemble mit Standing Ovations und lautem Rufen aus den Reihen: "Super!", "Total klasse!" Björn Sengstake aus Achim grinst noch beim Rausgehen: "Ich werde das Stück meinen Freunden empfehlen." Quelle: Verlagsgruppe Kreiszeitung |
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