"Und wie ist
es, den Tod zu spielen?"
KÖNIG: "Das ist auch sehr interessant. Das werde ich noch ein
bisschen ändern. Ich galube, ich werde das Ganze etwas verlängern."
"Wie schwer
ist es für den Schauspieler, sein Privatleben zu schützen?"
KÖNIG: "Das ist nicht so ein großes Problem. Die Fans,
die wir haben, die sind nicht aufdringlich. Sie sind da, wen wir hier
sind. Wir reden mit ihnen, geben ihnen Autogramme oder lassen uns mit
ihnen fotografieren. Aber sie sind nicht so, dass sie uns hinterher fahren,
überhaupt nicht. Ihnen liegt etwas an den Spielen. Sie sind gerne
hier und sie können das Privatleben vom Künstlerleben trennen."
"Welche Frage
stellen dir die Journalisten am meisten?"
KÖNIG: "Was ich bis jetzt schon gemacht habe."
"Ist es schon
passiert, dass sie auch die Unwahrheit über dich schreiben?"
KÖNIG: "Nein. Nur ab und zu verdrehen sie was. Da bin ich ein
oder zwei Jahre älter oder jünger, das passiert. Aber Schlimmeres
ist dabei noch nicht geschehen. Also keine große Sensation oder
angedichtete Affäre."
"Wie gefällt
dir das Kinderfest hier?"
KÖNIG: "Das finde ich süß."
"Erinnerst
du dich noch an deine Kindheit?"
KÖNIG: "Ich erinnere mich an meinen sechsten Geburtstag. Ich
war damalas mit meinen Eltern auf Gran Canaria. Dort gibt es eine Westernstadt,
wo auch viele Western gedreht wurden. An meinem sechsten Geburtstag waren
wir da. Ich guckte eine Show an, und es wurde auch gerade gedreht. Und
ich laufe durch eine dieser Absperrungen und werde auf der anderen Seite
aufgehalten, von einem Mann. Der hat mich auf den Arm genommen und wieder
zu meinen Eltern gebracht. Und dieser Mann war Lee van Cleefe. Damals
wusste ich es nicht und es war mir auch geal. Aber mein Vater war ganz
steif vor Aufregung."
"Wie warst
du als älterer Bruder? Warst du ein Vorbild für deine Schwester?"
KÖNIG: "Nein. Vorbild möchte ich nicht sagen. Im Prinzip
sind wir eigentlich fast Einzelkinder. Denn wir sind zehn Jahre auseinander.
Das ist schon eine lange Zeit. Bis zu meinem zehnten Lebensjahr bin ich
als Einzelkind aufgewachsen, und bei meiner Schwester war das dann ähnlich.
Denn sie war dann auch immer alleine zu Hause und ich hatte bereits das
Weite gesucht. Deshalb waren wir wohl eher immer Freunde, und ich war
weniger ein Vorbild."
"Wie warst
du als Schüler in der Schule?"
KÖNIG: "Auf der Grundschule war ich bis zur fünften Klasse
sehr verspielt. Eine Klasse musste ich sogar wiederholen. Dann habe ich
mich zusammen gerissen und bin aufs Gymnasium gegangen. Die schriftlichen
Arbeiten lagen mir allerdings nie. Ich habe dafür die Lehrer immer
in Grund und Boden gequasselt. Ohne zu melden, ich habe einfach geredet.
Das Gymnasium habe ich nach der zehnten Klasse verlassen. Ich habe kein
Abitur, weil ich die Schauspielschule besuchen wollte. Aber mein Notendurchschnitt
war immer gut."
"Wie war
deine Beziehung zu deinen Eltern?"
KÖNIG: "Sehr gut, und sie ist es immer noch."
"Waren deine
Eltern Vorbilder für dich?"
KÖNIG: "Ich habe immer so ein Problem mit Vorbildern. Jeder
ist ein eigenständiger Mensch. Jeder hat seine Eigenheiten, Eigenarten
und die sollte er auch nicht aufgeben. Und er sollte auch nicht versuchen,
irgendjemanden nachzueifern. Das wäre nicht gut. Ich versuche stets,
meine Arbeit auf meine Art zu tun."
"Worauf freust
Du dich jetzt am meisten?"
KÖNIG: "Auf besseres Wetter."
"Wie bereitest
du deine Hochzeit vor?"
KÖNIG: "Die Hochzeitsvorberietungen sind zum größten
Teil schon getroffen. Die Kirche ist organisiert, der Pastor auch. Als
Musiker haben wir einen Flamencogitarristen, da wir keinen Organisten
wollten. Die Feierlichkeiten sind also schon gereglt. Auch die Trauzeugen
sind bestätigt. Nur den Smoking muss ich noch kaufen. Den habe ich
noch nicht. Ich kann also sagen, dass ich meinen Teil für diesen
Tag organisiert habe."
"Einen Termin hast du auch schon?"
KÖNIG: "Ja, Freitag, der 13. September."
"Wieviel
Gäste hast du eingeladen?"
KÖNIG: "Circa 150. Wir machen keinen Polterabend, den lassen
wir weg, weil ich keine Lust habe, eine ganze Woche zu feiern. So machen
wir alles an einem Tag."
"Hast du
eine Traumrolle, die du gerne spielen willst?"
KÖNIG: "Nein. Wenn ich ein Angebot bekomme, das mir gefällt,
spiele ich immer gern."
"Was gefällt
dir vor allem an deinem Beruf?"
KÖNIG: "Die Vielfältigkeit - ich mache alle - ich synchronisiere
für Film, Funk und Fernsehen - das heisst, ich arbeite nur mit meiner
Stimme. Oder ich stehe auf der Bühne oder vor der Kamera. Man weiß
nicht, was morgen sein wird. Ich kann morgen etwas lesen, was mir unheimlich
gut gefällt. Ich weiß heute nicht, was ich nächste Woche
machen werde. und das gefällt mir."
"Wenn du
nicht Schauspieler geworden wärst, welchen anderen Beruf hättest
du gern ergriffen?"
KÖNIG: "Das weiß' ich überhaupt nicht. Irgendetwas
Kreatives vielleicht. Ich habe keine Ahnung, ich weiß' es nicht."
"An welchen
Moment hier in Bad Segeberg erinnerst du dich am liebsten?"
KÖNIG: "An die Saison 1992. Es war für mich alles neu,
man nimmt alles intensiver auf. Das war einfach irre. Und diesem Spaß
jagt man jedes Jahr hinterher. Ich habe jedes Jahr tolle Momente, aber
1992 war einfach super."
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