"Was
ist bei der Schauspielarbeit die größte Schwierigkeit?"
KÖNIG: "Das Schwierigste bei unserer Arbeit ist es, eine gute
Rolle zu bekommen, die man gern spielen möchte. Das andere ist Leidenschaft,
das ist nicht schwierig. Das sind nur Kleinigkeiten, wie Text lernen und
andere Sachen."
"Welche Bedeutung
hat für einen Schauspieler die Freundschaft?"
KÖNIG: "Eine sehr große. Ich habe jetzt nur zwei echte
Freunde. Denn ich rechne nicht die Freunde aus meiner Kindheit. Echte
Freunde sind Menschen, auf die ich in jeder Situation bauen kann."
"Und wie
kann man erkennen, dass es sich um wirkliche Freundschaft handelt und
nicht, dass jemand Nutzen aus deiner Popularität zieht?"
KÖNIG: "Ich bin ein Mensch, der auf jeden offen zugeht. Ich
halte mich nicht für etwas Besonderes, ich mache auch nichts Besonderes,
sondern das, was mir Spaß macht, und was ich kann. Wie erkennt man
einen Freund? Man muss fühlen, was da zwischen den beiden Menschen
abläuft. Ob die Chemie stimmt. Da braucht man nicht viel reden, beide
müssen es fühlen."
"Welchen Unterschied gibt es für dich zwischen Freundschaft
und Liebe?"
KÖNIG: "Ich habe meine Freundin, die ich liebe. Wenn ich also
von Freundschaft rede, meine ich auch Liebe, nur dass ich das Bett ausklammere."
"Was ist
für dich wichtiger - die Freundschaft oder die Liebe?"
KÖNIG: "Das kann man so nicht trennen. Freundschaft ist für
mich auch Liebe. Alles andere ist Bekanntschaft. Wirklich befreundet bin
ich nur mit drei Menschen."
"Bekommst
du viele Briefe von Fans?"
KÖNIG: "Dafür, dass ich nicht so durch Film und Fernsehene
populär bin, sind es recht viele. Das hat aber auch mit Segeberg
zu tun, denn hier gibt es eine spezielle Fangemeinde. Es sind alles Karl-May-Fanns,
die pilgern von einer Spielstätte zur anderen. Und die Akteure, die
ihnen gefallen, denen schreiben sie auch Briefe. Es ist hier alles sehr
familiär, und es gefällt mir."
"Beantwortest
du diese Briefe?"
KÖNIG: "Ja, nicht immer ganz pünktlich, aber ich bemühe
mich."
"Was ist
dein Lebensziel? Was willst du im Leben noch erreichen?"
KÖNIG: "Ein kleines Häuschen in der Nähe von Hamburg
zu bauen, das wäre mein Traum für später. In erster Linie
wünsche ich mir jedoch Gesundheit für meine Freundin, meine
Familie, meine Freunde und mich. Und dann träume ich davon, immer
das machen zu können, wozu ich Lust habe."
"Welchen Augenblick im Leben würdest du gerne wiederholen und
ihn ganz anders machen?"
KÖNIG: "Ich hatte eine ziemlich schwere Phase vor fünf
Jahren. Damals ar meine Freundin gestorben und konnte nicht helfen. In
dieser Phase habe ich dann etwas getan, was ich nie machen wollte - anderen
Leuten ebenfalls Leid zugefügt."
"Hast du
ab und zu auch ein schlechtes Gewissen?"
KÖNIG: "Ja. Und zwar dann, wenn ich jemandem, der meine Hilfe
braucht, nicht helfen kann."
"Was sind
deine Schwächen?"
KÖNIG: "Ich habe einen Samariter-Komplex. Wenn jemand Probleme
hat und zu mir kommt, dann sage ich: 'Och, du Armer' und versuche, ihm
zu helfen. Ich habe außerdem eine gewisse Eitelkeit - die ist nun
mal da und ich denke, die hat wohl jeder. Vielleicht lege ich sie auch
ab."
"Was ist deiner Meinung nach echtes Glück?"
KÖNIG: "Glück? Das ist ein wunderschönes Gefühl."
"Wann warst
du das letzte Mal glücklich?"
KÖNIG: "Jetzt bin ich glücklich."
"Was war
der größte Fehler deines Lebens?"
KÖNIG: "Der kommt wohl erst noch."
"Worauf freust
du dich jetzt?"
KÖNIG: "Ich freue mich auf das, was noch kommt. Auf die Zukunft,
die ungewiß ist."
"Wovor fürchtest
du dich?"
KÖNIG: "Das ist die gleiche Antwort. Ich freue mich auf das,
was vor mir liegt und was noch kommt, aber ich habe auch Angst davor."
"Welche Resonanz
gibt es auf deine Rolle in der Serie "Alle lieben Julia"?"
KÖNIG: "Eigentlich ist die Reaktion auf diese Serie gering.
Bis auf einige Zwölfjährige, die mir auf der Straße hinterher
schauen."
"Wie war
für dich die Arbeit an dieser Serie?"
KÖNIG: "Für mich war das ein ,Trainingslager'. Wir haben
22 Sendeminuten am Tag gedreht. Für einen Film werden an einem Tag
normalerweise 3 - 4 Minuten gedreht. Der Tagesablauf war sehr anstrengend.
Wir waren 16 Stunden im Studio. Abends musste man Texte für den nächsten
Tag lernen. Das hat unheimlich zusammen geschweißt. Ich habe da
meine Freundin kennengelernt und einige ganz liebe Freunde. Bis dahin
habe ich Theater- und Synchronarbeiten gemacht. Ich habe noch nie so intensiv
und so viel gedreht. Meine Kameraerfahrung war bis dahin nur gering. Es
war für mich eine wichtige Erkenntnis zu sehen, wie man sich vor
der Kamera bewegt, was man alles machen kann. Denn Film ist ein anderes
Medium als Theater."
"Was drehst
du jetzt?"
KÖNIG: "Ich habe jetzt zwei kleine Episodenrollen in der Serie
"Gegen den Wind" und dann habe ich Ende des Jahres eine größere
Episodenrolle in "Doppelter Einsatz" - das ist eine Krimiserie,
die auf RTL läuft."
"Wie wichtig
ist für dich Geld?"
KÖNIG: "Ich habe eigentlich keine Relation zum Geld. Ich habe
angefangen zu arbeiten und immer gut verdient. Ich liebe ein gutes Leben
und habe, egal, wie viel ich verdiene, nie Geld. Weil ich es gerne ausgebe."
"Wofür
verschwendest du dein Geld am liebsten?"
KÖNIG: "Ich feiere gerne mit Freunden und liebe schöne,
schnelle Autos. Jetzt habe ich einen Audi GTI-Coupée mit Automatikgetriebe."
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